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Kunst im Kaff 2006
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Kunterbuntes


.....Besenbüren ist eine lockere, bäuerliche Siedlung am Westhang des Wagenrains. In den Acta Murensia als Besenbürren erwähnt.  

Begütert waren im Mittelalter v.a die Klöster Muri und Engelberg. Unter den Habsburgern gehörte Besenbüren zum Amt Muri, ab 1415 zum Amt Boswil. Die Rechte, die Hermann von Heidegg nach der Eroberung des Aargaus von den eid-genössischen Orten erhielt, gingen 1617 endgültig an das Kloster Muri über. Kirchengenössig war Besenbüren bis 1508 nach Boswil, die Huob nach Muri. 1681 erfolgte im Zusammenhang mit der Grenzbereinigung zwischen den Pfarreien Boswil und Bünzen die definitive Zuteilung zu Bünzen. Im 19. Jahrhundert ergänzte die Strohflechterei in Heimarbeit die bisher ausschliessliche bäuerliche Erwerbstätigkeit. In der zweiten Hälfte des 19 Jahrhunderts nahm die Bevölkerung als Folge von Bränden, Auswanderung und Bodenknappheit ab.

In vergangene Jahrtausende zurück weisen Funde aus dem Forenmoos. An prächtige Einzelfunde wie z.B. ein vollständig erhaltenes geschliffenes Steinbeil oder die Lanzenspitze aus Bronze reihen sich Steingeräte aus Quarz, Sepentin, Hornstein und Jaspis. Faustkeile, Klingen, Schaber etc. werden mit Sicherheit in die mittlere Steinzeit datiert. Einige dieser Gegenstände sind auf der Gemeinde-verwaltung ausgestellt. Im Zentrum von Besenbüren steht ein schmucker Barockspeicher aus dem Jahre 1763 (Dorfmuseum) und unweit davon erinnert ein imposantes steinernes Wegkreuz mit Brunnen an Pest und Not.   

Bis 1998 wirkte in Besenbüren in einem hübschen Riegelbau, einer ehemaligen Schmiede neben dem Restaurant Pinte, der letzte Besenbinder im Aargau. Mit der Namensbildung des Dorfes steht jedoch sein ehrbares Handwerk in keiner Beziehung. Es war ein alemannischer Siedler names Besso, der hier wohnte. Büron hies seinerzeit Haus. Büron in Kombination mit Besso ergibt: Haus des Besso, Besenbüren. In der Acta Murensia heisst Besenbüren 'Beseburren', im Habsburger Urbar 'Bessenburron'. Die heutige Schreibweise Besenbüren tritt erstmals 1759 im Dorfbrief auf.

                Besenbüren   Barockspeicher aus dem Jahre 1763